Gesundheit : Viele Berliner Apotheken beraten schlecht

Sie verstehen sich als unabhängige Gesundheitszentren und wollen mit mehr Service punkten. Doch die Stiftung Warentest stieß in 20 Berliner Apotheken auf falschen Rat und blankes Unwissen.

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Bringt der Mann im weißen Kittel wirklich die richtige Arznei? -Foto: dpa

BerlinFalscher Rat zu Medikamenten, verpfuschte oder abgelehnte Rezepturen, Fehler beim Blutdruckmessen: Zu viele Apotheken leisten sich Fehler, wie die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" berichtet. Getestet wurden 20 Apotheken in Berlin, die wegen ihrer Standorte in Einkaufszentren und Bahnhöfen eine hohe Besucherzahl haben. Bewertet wurden die fachliche Qualität und der Service. Elf Apotheken erhielten die Noten "ausreichend" oder "mangelhaft". Acht Apotheken boten "befriedigende" Dienstleistungen, nur eine war insgesamt "gut".

So berieten nur vier Apotheken bei einer Medikamentenanfrage zur Osteoporose-Therapie vollständig und richtig. Blanke Unkenntnis zeigte sich nach Angaben von Stiftung Warentest bei der Erklärung zu Sonnenschutzmitteln: Das Apothekenpersonal scheiterte beispielsweise an der Frage, wie lange ein bestimmter Lichtschutzfaktor vor der Sonneneinstrahlung schützt. Keine Apotheke überzeugte die Tester beim Blutdruckmessen. Das Ergebnis der insgesamt 160 Testbesuche ist aus Sicht der Stiftung Warentest nicht zuletzt deshalb enttäuschend, weil sich Apotheken als "unabhängige Gesundheitszentren" verstehen, die im Vergleich zu den Versandapotheken einen besseren Service versprechen. (ho/AFP)

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