Gesundheit : Weitere Bezirke prüfen jetzt „Ekel-Listen“

Ein umstrittenes Modell macht Schule: Verschiedene Bezirke wollen dem Vorbild Pankows folgen, eine Negativliste mit unhygienischen Restaurants und Läden zu veröffentlichen.

Nachdem der Bezirk Pankow Anfang März auf der Internetseite des Bezirksamts eine Negativliste mit 39 Restaurants, Kneipen, Imbissbuden, Obst- und Gemüseläden veröffentlicht und vorbildliche mit einem Smiley versehen hat, wollen nun auch vier weitere Bezirke die „Ekel-Listen“ einführen: In Spandau, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Lichtenberg wurden in den vergangenen Tagen entsprechende Anträge in die Bezirksparlamente eingebracht.

Ekel-Lokale in Pankow
Ekellisten wird es wohl nicht in ganz Berlin geben, kontrolliert wird trotzdem.Weitere Bilder anzeigen
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29.07.2009 08:29Ekellisten wird es wohl nicht in ganz Berlin geben, kontrolliert wird trotzdem.


Die SPD in Lichtenberg fordert, das Pankower Projekt in ihrem Bezirk zu übernehmen. Und auch die Spandauer SPD will, dass künftig alle Restaurants überprüft werden. Für die Grünen in Marzahn-Hellersdorf sollen die Listen ein „Anreiz“ für die Gaststätten sein, die Hygiene zu verbessern. Außerdem biete das Modell Bürgern und Touristen eine „qualitative Auswahlmöglichkeit und Transparenz“, heißt es in der Vorlage. Zudem werde eine ähnliche Regelung bereits seit Jahren erfolgreich in Dänemark praktiziert. Und auch die Neuköllner SPD-Fraktion hat vor der Bezirksverordnetenversammlung am 25. März beantragt, die Bürger zu informieren – über „schmutzige Lebensmittelläden und Küchen in Restaurants“. (rni)

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