Gesundheitsreport : Trend zu Doping im Büro

Berliner Arbeitnehmer sind häufiger und länger krank als im Bundesdurchschnitt. Nach DAK-Schätzungen nutzen in Berlin zwischen 16.500 bis 33.000 regelmäßig und gezielt leistungssteigernde Arzneien.

Florian Ernst

Berliner Arbeitnehmer sind häufiger und länger krank als im Bundesdurchschnitt: Das geht aus dem Gesundheitsreport 2009 hervor, den die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) am Donnerstag vorstellte. Die Zahlen beziehen sich auf DAK-Versicherte. Zwar blieb 2008 die Zahl laut DAK bei 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr konstant, doch der Bundesdurchschnitt liege bei 3,3 Prozent. Dennoch sei Berlin nicht mehr das Schlusslicht. Besonders häufig fallen Arbeitnehmer in Behörden und im Gesundheitswesen aus, bei den Krankheitsbildern dominieren Muskel-Skelett-Leiden wie Rückenschmerzen. Ein Schwerpunkt des Reports war Doping am Arbeitsplatz. Neben Klassikern wie Kaffee, Zigaretten und dem Feierabendbier griffen viele zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Nach DAK-Schätzungen nutzen in Berlin zwischen 16 500 bis 33 000 Menschen leistungssteigernde Arzneien, ein bis zwei Prozent der Erwerbstätigen.fet

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