Gesundheitsverwaltung : Keine längeren Schulferien wegen Grippe

Berlins Schüler können nicht auf verlängerte Sommerferien hoffen. Laut Gesundheitsverwaltung bestehe wegen der Schweinegrippe „bislang keinerlei Veranlassung, auch nur darüber nachzudenken, das Ferienende nach hinten zu verschieben“.

Es sei jedoch denkbar, dass es in Einzelfällen kurzfristig zu Schließungen kommen könne – wie Anfang Juli am Humboldt-Gymnasium in Köpenick. Dort waren 13 Schüler an Schweinegrippe erkrankt. In Berlin enden die Ferien regulär am 28. August.

Wegen der vielen aus dem Ausland eingeschleppten Infektionen erwägen einige Landesregierungen einen späteren Unterrichtsbeginn. In Berlin sind bislang 282 Fälle bestätigt worden. Knapp drei Viertel haben sich im Urlaub angesteckt, vor allem in Spanien und England. Der Rest ist auf „autochthone“ Infektionen zurückzuführen, also auf Ansteckungen daheim. Berlin liegt damit im Bundesdurchschnitt.

Dass in manchen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern die einheimischen Fälle lediglich fünf Prozent ausmachen, hängt nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit der geringen Gesamtfallzahl dort zusammen. Grundsätzlich habe sich die Ausbreitung auf ein „relativ stabiles Niveau mit täglich 500 bis 700 neuen Fällen deutschlandweit“ eingependelt, so RKI-Sprecher Günther Dettweiler. In Berlin sind die Zahlen mit täglich etwa zehn neuen Infektionen „im zu erwartenden Bereich“, so die Gesundheitsverwaltung. Denkbar ist laut RKI, dass sich die Verteilung von reiseassoziierten und einheimischen Infektionen nach Ferienende verändern kann. Konkrete Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf habe das jedoch nicht: Bislang ist er stets milde. hey

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