Getöteter Polizist : Hertha plant Benefizspiel

Der Berliner Fußballverein Hertha BSC plant ein Benefizspiel für die Familie des in Neukölln erschossenen Berliner Polizisten Uwe Lieschied. Das Spiel soll Anfang April stattfinden.

Berlin - "Wir haben dem Vorschlag zu einem Benefizspiel spontan zugestimmt. Wir hoffen, das wir damit das riesige Leid der Familie, die sehr fußballbegeistert ist, ein klein wenig lindern können", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Liescheid hatte sich sehr im Berliner Vereinsfußball engagiert. Das Spiel gegen eine Auswahl der Berliner Polizei soll zwischen Anfang und Mitte April in Neukölln stattfinden. Derzeit ist der 9. April geplant. Der Polizeibeamte war am Freitag vergangener Woche in der Hasenheide von einem Unbekannten niedergeschossen worden und am Dienstag an den Folgen des Kopfschusses gestorben.

In der Zwischenzeit sind aus der Bevölkerung 90 Hinweise eingegangen. Es gebe verschiedene Spuren, aber noch keine heiße, sagte ein Polizeisprecher. 20 Beamte der Mordkommission seien auf den Fall angesetzt.

In die nächste Bundesliga-Partie gegen den FSV Mainz 05 gehen die Herthaner nach zwei Siegen hintereinander mit großem Selbstbewusstsein. "Wir reisen voller Hoffnung nach Mainz. Dort erwartet uns ein heißblütiges Publikum und eine Mannschaft, die mit viel Leidenschaft spielt", meinte Trainer Falko Götz, der am Samstag auf die wegen fünf gelber Karten gesperrten Kevin-Prince Boateng und "Zecke" Neuendorf verzichten muss.

Auch Innenverteidiger Josip Simunic ist nach überstandener Achillessehnen-Verletzung noch nicht wieder fit. "Der Trainingsrückstand ist einfach noch zu groß, aber ich bin sicher, dass er sich schnell wieder herankämpft", meinte Götz. Völlig offen bleibt aber, ob der abwanderungswillige Kroate auch in der kommenden Saison bei Hertha spielt. "Ich habe auch nicht ansatzweise den Eindruck, dass er sich bereits entschieden hat", meinte Manager Hoeneß. Für Simunic sollen sich vor Wochen beide Mailänder Vereine interessiert haben.

Ein Schwerpunkt bei der Suche nach neuen Spielern wird auf jeden Fall der Angriffsbereich sein. "Das ist die Position, mit der wir uns intensiv beschäftigen", räumte Hoeneß ein, der davon überzeugt ist, dass Marko Pantelic bis zum Saisonende noch einige Treffer erzielen kann. Der Verein besitzt für den von Roter Stern Belgrad ausgeliehenen Stürmer eine Kaufoption und müsste bei einer Verpflichtung des Serben etwa 1,5 Millionen Euro Ablöse zahlen. (tso/dpa)

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