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GEW: Größere Beteiligung als erwartet : Lehrer-Streik an über 50 Berliner Schulen

Die Berliner Lehrer streiken. Ihr Ziel: Die Aufnahme von Tarifverhandlungen. An über 50 Schulen in der Stadt fiel am Mittwoch stundenweise der Unterricht aus. Auch am Donnerstag soll gestreikt werden.

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Angestellte Lehrer sind am Mittwoch in Berlin an über 50 Schulen in einen Warnstreik getreten und haben für mehr Gehalt demonstriert.
Angestellte Lehrer sind am Mittwoch in Berlin an über 50 Schulen in einen Warnstreik getreten und haben für mehr Gehalt...Foto: dpa

Angestellte Lehrer sind am Mittwoch in Berlin an über 50 Schulen in einen Warnstreik getreten und haben für mehr Gehalt demonstriert. Mit dem zweistündigen Warnstreik will die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erreichen, dass angestellte Lehrer genauso bezahlt werden wie ihre verbeamteten Kollegen. Auch am Donnerstag fällt voraussichtlich an vielen Berliner Schulen der Unterricht aus.

Nach Angaben der GEW wollen sich an beiden Streiktagen über 800 Lehrer an mindestens 100 Schulen beteiligen. "Die Streikbereitschaft ist hoch, es machen mehr Schulen und Lehrer mit, als wir erwartet haben", sagte ein Gewerkschaftssprecher am Mittwoch dem Tagesspiegel.

Der ein- bis zweistündige Streik fand an vielen Schulen in den ersten Schulstunden, in der Zeit von 7.30 bis 9.30 Uhr, statt. Die Schüler sollen möglichst später zur Schule kommen, um den Bedarf an Vertretungslehrern und Betreuern gering zu halten. In einigen Sekundarschulen und Gymnasien war der Streik für spätere Schulstunden angesetzt.

Die GEW will mit dem Streik die Aufnahme von Tarifverhandlungen erreichen. Hauptanliegen ist die Angleichung des Einkommens von angestellten und verbeamteten Lehrern.

Das fordert auch die Initiative „Bildet Berlin“. Am Dienstag protestierte das Bündnis von angestellten Lehrern mit einer Aufführung auf dem Potsdamer Platz. Zuvor überreichten Mitglieder der Initiative Abgeordneten der Berliner SPD-Fraktion ihre Forderungen.

Der Warnstreik findet am Mittwoch in den Bezirken Mitte, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln, Reinickendorf und im Bereich der berufsbildenen Schulen statt. Am Donnerstag sollen sich Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg beteiligen.

Beteiligte Schulen am Mittwoch:

Fichtenberg-Oberschule u. Rothenburg-Grundschule (Steglitz), August-Sander-Schule (Friedrichhain), Ruth-Cohn-Schule (Charlottenburg), Georg-Schlesinger-Schule (Reinickendorf), OSZ Bürowirtschaft und Dienstleistung (Prenzlauer Berg), Erika-Mann-Grundschule (Mitte), Martin-Buber-ISS (Spandau), OSZ Bekleidung und Mode (Kreuzberg), Fritz-Karsen-Schule (Neukölln), Biesalski-Schule (Zehlendorf), Sophie-Scholl-Schule (Schöneberg), Ernst-Abbe-Gymnasium (Neukölln), Ruth-Cohen-Schule - OSZ Sozialwesen (Charlottenburg), Dunant-Grundschule (Steglitz), Willi-Graf-Gymnasium (Steglitz), Paul-Löbe-Oberschule (Reinickendorf), OSZ LOTIS (Tempelhof), Robert-Blum-Oberschule (Schöneberg) 12. Schule (Mitte), Albert-Schweitzer-Gymnasium (Neukölln), OSZ Industrie- u. Datenverarbeitung (Wilmersdorf), Lessing-Gymnasium (Mitte), Paulsen-Gymnasium (Steglitz), Hans-Carossa-Oberschule (Spandau), Walter-Gropius-Schule (Neukölln), Albert-Einstein-Gymnasium (Britz)

Beteiligte Schulen am Donnerstag:

Lilienthal Gymnasium (Lichterfelde), Janusz-Korczak-Schule (Pankow), Bernhard-Ryke-Grundschule (Spandau), Carlo-Schmidt-Oberschule (Spandau), Gustav-Meyer-Schule (Kreuzberg), Jens-Nydahl-Grundschule (Kreuzberg), Picasso Grundschule (Weißensee), Kepler-Schule (Neukölln), Joan-Miro-Grundschule (Charlottenburg), Sonnenuhr Grundschule (Lichtenberg), Friedrich-Ebert-Oberschule (Wilmersdorf), Hector-Peterson-Schule (Kreuzberg), Kurt-Tucholsky-Schule (Pankow), Arno-Fuchs-Schule (Charlottenburg), Gottfried-Keller Oberschule (Charlottenburg), 1. Gemeinschaftsschule Charlottenburg, Judith-Kerr Grundschule (Schmargendorf)

Außer den aufgeführten Schulen beteiligen sich noch weitere, die sich kurzfristig zum Streik entschlossen haben.

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