Berlin : Gewerkschaften kämpfen seit Jahren gegen Billigketten

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Mit dem Drogeriemarkt Schlecker ficht die Gewerkschaft seit rund 10 Jahren Kämpfe aus, bei denen es vor allem um die Einrichtung von Betriebsräten, damit gegen „gesetzlose Zustände“ ging. Das Unternehmen ist aus der Hauptschusslinie geraten. Inzwischen wurden bundesweit von 278 möglichen Betriebsräten rund 100 eingerichtet. In Berlin nach Gewerkschaftsauskunft nur im Ostteil.

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Auch bei der Marktkette Aldi hat die Gewerkschaft lange für die Einrichtung von Betriebsräten gestritten, auch die „Aldisierung“ bei anderen Discountern wie Plus, Minimal und Penny kritisiert. Überall wurden Betriebsräte durchgesetzt, allerdings nicht immer mit einer Verdi-Mehrheit. Nach Ansicht der Gewerkschaft muss viel um die Informations- und Beratungsrechte gestritten werden. ELEKTRONIK -BRANCHE

Die Filialketten von Saturn und Media-Markt müssten nach Angaben der Gewerkschaft noch mehr Betriebsräte einrichten. Die Branche ist in Berlin wegen der Wegert-Insolvenz Anfang des Jahres und der Schließung des „Makromarktes“ ohnehin im Visier der Gewerkschaften. Keine Klagen über „fehlende Arbeitnehmerrechte“ kommen dagegen aus dem Bereich der großen Möbelmärkte. URSACHEN

Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage verunsichert Beschäftigte. Aber gerade der Lebensmittelbereich ist nach Angaben der Gewerkschaft „satt im Plus“. Sie spricht von wachsendem Druck in Unternehmen, von schlechteren Arbeitsbedingungen, erwartet mehr Kritik der Belegschaften. „Mit Ängstlichen können wir schwer kämpfen.“C. v. L.

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