Berlin : Giuseppe Sinopoli: "Gekommen, um Abschied zu nehmen"

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Viele der 1800 Besucher kamen gestern, um Giuseppe Sinopoli zu verabschieden, einige auch eigens deswegen. Bruno Gräser aus Neukölln zum Beispiel ist nur deshalb am Sonntagabend in die Deutsche Oper gekommen, weil es ein Abschiedskonzert für Sinopoli ist. Zu einem normalen Konzert wäre der 45-Jährige nicht gekommen.

Auch Ingrid Wolf aus Zehlendorf findet es schön, dass es vor "Aida" eine Gedenkminute für Sinopoli gibt. Ursprünglich hatte sich die 45-Jährige "wegen Verdi" die Karte gekauft. Die Nachricht des überraschenden Todes habe sie schockiert und traurig gestimmt.

Gernot Brembach ist seit 50 Jahren Opernfan. Sinopoli hat er schon bei Macbeth und Othello gesehen, am Sonntagabend kam er in die Bismarckstraße, "um Sinopoli zu verabschieden". Da es nur noch teure Karten zu 105 Mark gab, begnügte sich der Charlottenburger mit einem Eintrag in das Kondolenzbuch, das im Foyer auslag.

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