Berlin : Gläubiger suchen gemeinsam nach Spreepark-Investor

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Knapp zwei Wochen nach dem Verschwinden von Spreepark-Betreiber Norbert Witte und seiner Familie nach Peru suchen die Gläubigerbank des Unternehmens und der Berliner Liegenschaftsfonds jetzt gemeinsam nach einem neuen Investor. Holger Lippmann, Chef des Liegenschaftsfonds, berichtete von einer entsprechenden Übereinkunft mit der Bank.

Ein Ausfall der kommenden Saison solle möglichst vermieden und der Spreepark wie in jedem Frühjahr wiedereröffnet werden. Den dafür notwendigen Investor werde man auch nach seiner Bereitschaft auswählen, wie viel er von den Millionenschulden der Spreepark-Gesellschaft übernehmen werde. In die Investorensuche werde ab sofort auch der Witte-Anwalt und Spreepark-Bevollmächtigte Hans-Ludwig Trümper einbezogen. Zu den Chancen des von Trümper schon mehrfach angekündigten schwäbischen Investors will sich Lippmann vorläufig ebenso wenig äußern wie zu dessen Identität. Das Konzept des Investors soll nach Auskunft von Trümper frühestens Ende nächster Woche vorliegen. Auch er will den Namen des Interessenten erst nennen, "wenn die Rahmenbedingungen geklärt sind".

Trümper bekräftigte, dass der "Spreepark Berlin GmbH & Co. KG" keine strafbare Konkursverschleppung vorzuwerfen sei. Zwar hat die Berliner Staatsanwaltschaft entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Trümper sagte jedoch, dass ein Unternehmen dieser Rechtsform - in diesem Fall mit Wittes Ehefrau Pia als persönlich haftender Gesellschafterin - keinen Konkurs wie eine GmbH beantragen müsse. Bei einer Rückkehr der Wittes sehe er daher nicht in erster Linie die Strafverfolgung, sondern vielmehr finanzielle Probleme auf die Familie zukommen.

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