Berlin : Glanzvolles Debüt mit roten Rosen Prominente Gäste bei der ersten Wiener Ballnacht

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Was würde wohl Sissi dazu sagen! Eine Wiener Ballnacht mitten im ehemaligen Preußen, genau 50 Jahre, nachdem Karlheinz Böhm und Romy Schneider auf der Leinwand zueinander fanden. Ein Meer tiefroter Rosen, die das RitzCarlon gestern Abend schmückten, insgesamt 4200 an der Zahl. Sogar die silbernen fünfarmigen Kandelaber im großen Saal hatte man mit Rosenbällen dekoriert. Ein wahrhaft königlicher Anblick.

Am frühen Abend waren die rund 500 Gäste in das Haus am Potsdamer Platz geströmt, darunter Model Nadja Auermann und Kunstmäzen Peter Marx. Und da das Vergnügen ja einem guten Zweck diente, der Erlös an Karlheinz Böhms Stiftung „Menschen für Menschen“ geht und vor allem dem Bau einer Schule in Zentraläthiopien zugute kommen soll, begann der Abend mit Reden. Es sei „gut angelegtes Geld“, versicherte Bundespräsident Horst Köhler, der mit seiner Frau Eva-Luise gekommen war, den Gästen, rühmte in eindringlichen Worten den Schauspieler und Wohltäter Böhm, erzählte auch, wie dieser ihm bei seiner Afrika-Reise sein Projekt gezeigt habe. Der Bundespräsident sei einer der wenigen, die erkannt haben, was Afrika für uns bedeutet, gab Böhm zurück.

Im eleganten Ambiente des großen Saals wurden dann östereichische Spezialitäten aufgetragen, Griesnockerl-Suppe, Wiener Tafelspitz mit Wurzelgemüse, Apfelkren und Schnittlauchsauce und ein süßes Potpourri mit Marillenknödel, Topfenstrudel, Sacher-Torte und Nougat Parfait. Schon zuvor hatte es beim Cocktailempfang reichlich Gelegenheit zum lockeren Plaudern gegeben.

Bei der ersten Wiener Ballnacht durften sich die Gäste auf hierzulande neuartige Bilder freuen. Da war der anmutige Anblick von jungen Frauen in weißen und cremefarbenen langen Abendkleidern, deren Tanzherren im Frack neben ihnen schritten. Ein echter Zeremonienmeister war aus Wien gekommen, um den Debütanten den letzten Schliff zu verleihen. Für die Eröffnung waren nach Wiener Vorbild die Debütanten-Paare zuständig. Erst gegen 22 Uhr begann der Tanz. In verschiedenen Salons konnte man sich später vom Walzer ausruhen, beim Heurigen oder auch in der Berliner Bierbar. Soviel Lokalkolorit muss schon sein. Bi

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