Berlin : Glückwünsche aus Rom

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Was haben Papst Johannes PaulII. und Justus Frantz gemeinsam? Sie feiern am selben Tag Geburtstag. Selbstverständlich hat der viel reisende Dirigent mit seinen Musikern bereits beim Heiligen Vater im Castel San Gandolfo konzertiert. Ob Justus Frantz nun der Titel eines Gottvaters der Tonkunst gebührt, darüber herrschen geteilte Ansichten. „Als Pianist ist er besser, als seine Kollegen sagen“, räumte aber kein Geringerer als Joachim Kaiser ein. Dass Justus Frantz – Pianist, Impresario, Festivalgründer und Orchesterleiter – mit der Philharmonie der Nationen ein hervorragendes Ensemble geformt hat, daran ließen er und die jungen Musiker am Dienstagabend keinen Zweifel. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt stieg die Geburtstagsfete zu Frantz´ 60., bei dem Igor Strawinskys BallettSkandalon „Le Sacre du Printemps“ erklang. Justus Frantz warb mit einführenden Worten für das Stück, schließlich hat er als Kunstvermittler in seiner ZDF-Sendung „Achtung Klassik“ Fernsehgeschichte geschrieben. „Deine Sendung hat Millionen begeistert“, lobte der Industrielle Reinhold Würth , Frantz-Freund und schwäbischer „Schraubenkönig“. Wer wie Innenminister Otto Schily nicht persönlich gratulieren konnte, erschien auf der Video-Großleinwand: Politiker wie Norbert Blüm oder Richard von Weizsäcker würdigten den Frantzschen Einsatz für Frieden und Völkerverständigung, Kollegen wie Valery Gergiev oder Christoph Eschenbach lobten sein musikalisches Können. Der Glückwunschreigen gipfelte in melancholischen Klarinettenklängen, in die Giora Feidman sein ergreifendes Live-Ständchen hüllte. Per Brief gratulierte dagegen ein anderer: der Papst. hin

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