Berlin : Gottes Rapper

Im Tränenpalast soll eine Show Jugendliche zum Glauben bringen

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Auf der Bühne stehen die vier Sänger von „Normal Generation“ und heizen der Menge ein: „Do you know, that Jesus is in the house?“ Wisst Ihr das Jesus im Haus ist? Im proppenvollen Tränenpalast antworten die 400 Gäste mit Applaus und Gebrüll. Wer am Dienstagabend hier zu Gast ist, erlebt Erstaunliches: Hunderte von Jugendlichen feiern ihren Glauben an Gott. Jesus House wird vom ökumenischen Verein Pro Christ mit 2,4 Millionen Euro finanziert. Mit dem Projekt sollen junge Menschen wieder zu Gott finden. Daher laden die Moderatoren Torsten Hebel und Christina Riecke alle in ihre „Wohngemeinschaft“ in den Tränenpalast ein. Bis Samstag gibt es jeden Abend ab 19.30 Uhr Programm – hier und an mehr als 700 Orten in acht europäischen Ländern. Ab 20 Uhr wird live aus dem Tränenpalast gesendet. Über eine Stunde lang gibt es dann aus der „WG“ Sketche, die ChristenSoap „Drei (B)Engel für JesusHouse“ und eine kurze Predigt zum Thema des Tages, die hier „geistlicher Impuls“ heißt.

Dienstagabend ging es um das Zuhause. Martin Rietsch von der christlichen Rapgruppe „2schneidig“ sitzt in der auf der Seitenbühne aufgebauten WG-Küche und erzählt von seiner Kindheit in zahllosen Pflegefamilien, von Obdachlosigkeit, Drogenabhängigkeit und seinem Weg zu Gott. Der konnte zwar den weltlichen Vater nicht ersetzen. „Aber ich bin nie wieder allein.“ Torsten Hebel spricht direkt in die Kamera. „Ich weiß nicht, ob du schon etwas von Gott oder Jesus gehört hast. Ich weiß nur, dass ich hier stehe, weil es mir wichtig ist, dass man ihn kennt.“ Und erzählt vom verlorenen Sohn, wie es ist, sich ganz bewusst auf den Weg zu Gott zu machen und sich mit ihm zu versöhnen. „Ein absoluter Hammer, dass das möglich ist!“

Außer in der „WG“ sehen ihm an diesem Abend 250 Personen im Bundespresseamt zu, die keinen Platz mehr bekommen hatten. Insgesamt sollen 65000 Besucher die Übertragung gesehen haben. Auch ein ungebetener Gast kam in den Tränenpalast: Der stadtbekannte Störer, der auch die Weihnachtspredigt von Bischof Wolfgang Huber im Berliner Dom unterbrochen hatte. Als er sich lautstark bemerkbar machte, wurde er von Mitarbeitern zur Tür gebracht. cof

JesusHouse im Tränenpalast, bis 20. März, Eintritt frei, Einlass um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr, Infos unter www.jesushouse.de oder unter 39 88199010.

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