Berlin : Grabenkämpfe im Olympiastadion

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NACHBAU

Der Reportergraben, in dem Leni Riefenstahl einst filmte, ist tiefer gelegt. Bei der Sanierung und dem Umbau des Olympiastadions wurde die Spielfläche um zweieinhalb Meter abgesenkt, um zusätzliche Sitzreihen einbauen zu können. Die Folge: Der Reportergraben wurde auseinander genommen und wieder zusammengesetzt.

RISIK OFAKTOR

Bei ihrer Untersuchung der WM-Arenen stellte die Stiftung Warentest dem Olympiastadion vor allem wegen des Reportergrabens ein schlechtes Zeugnis aus. Im Falle einer Panik stelle er ein unüberwindliches Hindernis dar.

CHECK

Die Stadtentwicklungsverwaltung, die den Umbau des Stadions überwachte, will die Ergebnisse der Warentest-Untersuchung prüfen, glaubt aber, dass das Stadion sicher ist. Im Falle einer Panik sollen die Besucher nicht aufs Spielfeld, sondern durch die Ausgänge auf die Straße flüchten. Auf dem Spielfeld wären sie in einem Kessel, der 16 Meter unter dem Straßenniveau liegt. Eine Evakuierung wäre daher problematisch.

LÖSUNG

Bei einer Katastrophenschutzübung im November hatte das Technische Hilfswerk Behelfsbrücken aus Baugerüsten montiert, über die die Zuschauer aufs Spielfeld gelangten. Das dauerte über 20 Minuten. Nur zehn Minuten brauchten die Zuschauer bei der Übung, um das Stadion über die regulären Ausgänge zu verlassen. Der Senat denkt nun über feste Brücken nach. oew

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