Berlin : Grau-grün

Matthias Oloew

wundert sich über die neuen Platz-Probleme in Mitte Wo Steine sind, da ist Stadt. Deshalb gibt es in der ganzen Friedrichstraße so gut wie keinen Baum, deshalb muss unbedingt der freie Platz an der Ecke Unter den Linden zugebaut werden. Und natürlich müssen auch formschöne, pflegeleichte und haltbare Granitplatten auf dem Platz vor dem Bahnhof Friedrichstraße das Bild bestimmen.

Fühlen Sie diese Dynamik, wenn die Pflasterung zwischen gerade und diagonal abwechselt! Diese Spannung durch die dunkelgraue Zierpflasterung, die den hellgrauen Granit durchbricht!

Wie bitte? Den Passanten fällt das nicht auf? Pfff, Laien. Denen fehlt ganz klar das auf Ästhetik geschulte Auge des Stadtplaners. Was, der Platz hat keine Aufenthaltsqualität? Na gut, stellen wir eben ein paar Bäumchen an den Rand, aber bitte nicht so viele. Wie meinen, eine Baumgruppe mit Sitzbänken in der Platzmitte hätte schöner ausgesehen? Also, hören Sie mal, wir sind doch hier nicht in irgendeinem Wald-und-Wiesen- Kaff! Hier ist Stadt! Hier ist Berlin! Hier ist das Leben – zu besichtigen auf dem neuen Platz am Bahnhof Friedrichstraße.

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