Berlin : Graue Panther: Die größte kleine Partei

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Die heimlichen Gewinner der EUWahl sind die Grauen Panther. Sie haben ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten EU-Wahl 1999 vervierfachen können. 1999 wählten sie etwa 9000 Berliner (1%). Am vergangenen Sonntag waren es fast 36 000. Auch wenn die 4,3 Prozent für den Einzug ins Parlament nicht reichen, jubelt der Berliner Landesvorsitzende Norbert Raeder: „Ich kann es nicht beschreiben, es ist ein Wahnsinn.“ Raeder sieht die Ursachen in der Glaubwürdigkeit der Grauen Panther: „Wir arbeiten alle ehrenamtlich, wir sind motiviert und schielen nicht auf Positionen.“ Hauptthema der Partei ist die Sozialreform der Bundesregierung. Bereits im Oktober 2003 folgten 5000 Menschen dem Aufruf der Grauen Panther, um vor dem Brandenburger Tor gegen die Renten-Nullrunde zu demonstrieren. Und seit Januar sammelte die Partei 25000 Unterschriften für ihre Verfassungsbeschwerde gegen die Rentenreform. Nicht nur ältere Menschen stimmen aber für die Grauen Panther. „Viele Wähler sind zwischen 35 und 40 Jahre alt“, sagt Raeder. Gerade die seien verunsichert über die Zukunft ihrer Rente. fab

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