Berlin : Greenwich-Grundschule: Wittenauer Grundschule gefährdet

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Die Wittenauer Greenwich-Grundschule soll aufgelöst werden und einer neuen Hauptschule weichen. Dies wurde der Schulleitung jetzt unter Hinweis auf sinkende Schülerzahlen durch Volksbildungsstadtrat Uwe Ewers (CDU) mitgeteilt. Die Elternvertretung warnte gestern vor längeren Schulwegen, wenn die Kinder auf die umliegenden Grundschulen verteilt würden. Zudem gingen gewachsene Bindungen und die in Eigeninitiative geschaffenen zusätzlichen Angebote wie Schulgarten, Schulküche und Computerraum verloren.

Laut Schulleiterin Susanne Klatt-Hansen weist der Schulentwicklungsplan lediglich einen Rückgang um 50 Schüler bis zum Jahr 2005/06 an der Greenwich-Grundschule aus. Damit hätte sie immer noch die geforderte Mindestgröße von zwei Parallelklassen pro Jahrgang. Sie warnt davor, dass die Kinder den verkehrsreichen Wilhelmsruher Damm und den Senftenberger Ring überqueren müssten, um zwei der drei "Ausweichschulen" zu erreichen. Stadtrat Ewers wollte sich gestern nicht zu den Plänen äußern und verwies auf eine Pressekonferenz am Dienstag, auf der er über den Schulentwicklungsplan "und die daraus zu ziehenden Konsequenzen" berichten will.

Laut Senatsschulverwaltung gehen die Grundschülerzahlen in Reinickendorf von 13 981 (Schuljahr 1999/00) auf 12 970 (2002/03) und dann auf 12 350 (2006/07) zurück. Dies entspreche der Tendenz eines zehnprozentigen Rückgangs im ganzen West-Teil. Der für Hauptschulen zuständige Referatsleiter Horst Seidel zeigte sich überrascht und erfreut von den Plänen. Es wäre die zweite Hauptschul-Neugründung in Reinickendorf innerhalb von zwei Jahren.

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