Berlin : Grenzdenker

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Was ist ein Grenzdenker? Der Querdenker ist geläufiger, der Begriff hat Konjunktur. Eine Antwort auf die Frage war am Donnerstag im Atrium der Deutschen Bank zu sehen: Kurt Masur, Kapellmeister des Leipziger Gewandhauses und seit 1991 Musikdirektor der New Yorker Philharmoniker. „Grenzdenker“ nennt die Kulturstiftung der Deutschen Bank die Reihe, die sie mit dem Propyläen-Verlag ausrichtet. Anlass war das Erscheinenen der Biografie „Kurt Masur. Zeiten und Klänge“. Und so saß der Autor Johannes Forner auf dem Podium, ehemaliger Chefdramaturg des Gewandhauses und enger Vertrauter Masurs. Was befähigt Kurt Masur, Grenzen zu überschreiten? „Ich habe immer auf eine Karte gesetzt und mich nie den Verhältnissen angepasst.“ Musik habe eine humanistische und politische Botschaft. Einen der schönsten und zugleich traurigsten Momente habe er erlebt, als er nach dem 11. September in New York das Deutsche Requiem von Brahms dirigierte. „Jeder im Orchester, jeder Zuhörer, alle waren vereint in dem Bewusstsein, was Tod bedeutet.“ ast

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