Berlin : Grenzschutz hebt Schleuserbande aus

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Der Bundesgrenzschutz hat einen Menschenschmuggler-Ring ausgehoben, der in großem Stil illegal russische Staatsbürger nach Deutschland eingeschleust haben soll. Bei zwölf Wohnungsdurchsuchungen in Berlin wurden vier Personen festgenommen, teilte der BGS am Dienstag mit. Neben den beiden Hauptverdächtigen, einer 40-Jährigen sowie einem 47 Jahre alten Mann aus Osteuropa, wurden eine 38-jährige Russin und ein mit Haftbefehl gesuchter 30-jähriger Deutscher gefasst.

Die beiden Hauptverdächtigen sollen seit Anfang 2001 mindestens 70 Personen fingierte Einladungsschreiben und Verpflichtungserklärungen für einen Aufenthalt in Deutschland beschafft und damit deren Einreise ermöglicht zu haben. Hinzu kamen laut BGS weitere knapp 40 Fälle, in denen Einreisewillige mit falschen Papieren bei der Einreise schon an der Grenze gestoppt wurden. Für die Schleusungen forderten die Schmuggler insgesamt 24 000 Dollar. Zu dem Ring gehörten nach BGS-Angaben insgesamt 23 Tatverdächtige.

Die Vorgehensweise sei immer die Gleiche gewesen, hieß es. Die Einreisewilligen hatten sich an Mittelsmänner, teilweise im Ausland gewandt, um über die nun festgenommenen Tatverdächtigen die notwendigen Unterlagen für eine Einreise nach Deutschland zu bekommen. Bereits seit Ende des Vorjahres wurde gegen die Bande ermittelt. Die Hauptverdächtigen kamen in Untersuchungshaft. dpa

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