Grexit und Bargeld : Was tun, wenn ein Griechenland-Urlaub ansteht?

Die Krise in Griechenland kommt genau zur Urlaubssaison. Wir haben bei Berliner Banken und Reisebüros für Sie nachgefragt, wie Sie im urlaub trotzdem Ihre Bargeldversorgung sicherstellen können.

Juliane Fiegler
Urlauber an der Akropolis in Athen
Urlauber an der Akropolis in AthenFoto: Maurizio Gambarini/ DPA

Aufgrund der Krise können Einheimische in Griechenland derzeit maximal 60 Euro Bargeld am Tag abheben. Berliner Bank, Berliner Sparkasse und Deutsche Bank empfehlen, pro Urlaubstag etwa 50 Euro Bargeld mitzunehmen - je nachdem, ob man nur zu zweit oder mit der ganzen Familie fährt und ob man Halbpension oder nur eine Ferienwohnung gebucht hat entsprechend mehr oder weniger. 

Hat man seine ec-Karte rechtzeitig für das Ausland freigeschaltet, sollte es aber trotzdem auch weiterhin vor Ort für Touristen aus dem Ausland möglich sein genug Geld abzuheben. Die Limits, wievel Geld man als Ausländer aus dem Automaten holen kann, könnten jedoch von Bank zu Bank variieren. Besonders an zentralen Orten, wie am griechischen Ankunftsflughafen, sollte es weiterhin problemlos möglich sein. Ansonsten raten die deutschen Bankinstitute dazu, Ausgaben vor Ort - spontane Ausflüge oder Mietwagen etwa - per Kreditkarte zu bezahlen. 

Reisebüros raten dazu, lieber zu viel als zu wenig mitzunehmen: Die Preise für tägliche Verpflegung und in Restaurants seien ähnlich wie in Deutschland, oft etwas günstiger. Je nachdem, wie oft man auswärts essen und wie viele spontane Ausflüge man unternehmen will, sollten 15-50 Euro pro Tag und Person eingeplant werden. Bisher heißt es zwar, dass Ausländer an den griechischen Automaten noch problemlos Geld abheben könnten. Sobald die Automaten aber erstmal leer seien, bringe die ausländische ec-Karte auch nichts mehr. 

Der Reiseveranstalter Sonnenklar TV gibt die Information, dass die griechischen Banken bis zum 6. Juli geschlossen bleiben würden an seine Kunden weiter, und rät ihnen daher, vom schlimmsten auszugehen: Dass sie an den Automaten im Urlaubsort gar nichts mehr bekommen. Anbieter von geführten Rund- und Gruppenreisen, wie zum Beispiel Hellas Reisen setzen ihre Warnung niedriger an: Weil bei ihren Angeboten viele Ausflüge und Mahlzeiten inklusive sind, sollten bis zu 25 Euro pro Tag und Person als Bargeldvorrat ausreichen. 

Bekannten oder Verwandten, die über einen längeren Zeitraum in Griechenland bleiben, sollte man bei einem Besuch möglichst ebenfalls Bargeld mitnehmen. Bis zu 10.000 Euro könne man ohne weiteres mit ins Ausland nehmen. Bei Beträgen über 10.000 Euro sollte man bei den griechischen Zollbehörden anfragen, ob man die Geldmenge anmelden müsse.

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