Berlin : GRIPPEVIRUS + IMPFUNG

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Auslöser einer Grippe sind die so genannten OrthomyxoViren. Diese Viren gehören einer viel aggressiveren Familie an als die bei einer normalen Erkältung: Sie rufen eine schwere Atemwegsinfektion hervor, an der man sterben kann. Grippeviren sind etwa 100 Nanometer klein und haben Tentakeln . Das sind Eiweiße. Mit ihnen dockt das Virus an Lungenzellen an – dort vermehrt es sich. Mit Grippe steckt man sich per Tröpfcheninfektion an, wenn man angeniest wird, beispielsweise. Die Erreger attackieren Lungenzellen und lösen so in den Atemwegen Entzündungen der Schleimhaut aus. Gefährlich daran ist, dass lokale Abwehrmechanismen geschwächt werden, so dass sich Bakterien ansiedeln können, die Folgeerkrankungen wie Bronchitis hervorrufen. Pro Grippesaison sterben in Deutschland bis zu 20 000 Menschen – aber noch immer lassen sich viel zu wenige impfen: 40 Prozent der Gefährdeten bleiben ungeschützt. Risikopatienten sind Über-60-Jährige sowie

chronisch Kranke (für sie zahlen die Kassen). Letztere sollten auch eine Pneumokokkenimpfung erhalten; Pneumokokken sind die häufigste Ursache für Lungenentzündungen. Bei einer Impfung werden inaktive Virenbestandteile gespritzt. Sie sollte bis Dezember erfolgen. Impfungen bietet jeder Hausarzt an. Sie kosten um die 30 Euro.

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