Berlin : Größter Falschgeld-Fund in diesem Jahr

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Die Polizei hat eine Falschgeldbande ermittelt und Blüten im Wert von 221 000 Euro sichergestellt. Acht Personen wurden festgenommen, gegen sechs von ihnen wurde Haftbefehl erlassen, zwei Hilfskräfte wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Blüten in der Stückelung 10, 20 und 50 Euro wurden in Süditalien hergestellt, und zwar professionell, wie es hieß. Das Gros waren 50Euro-Scheine im Wert von 206 000 Euro. Nach Angaben der Kripo war es der größte Falschgeldfund in Deutschland in diesem Jahr.

Die Ermittler hatten bereits am vergangenen Freitag zugeschlagen, als zwei 50 und 37 Jahre alte Männer am Vormittag das Falschgeld in einem Hotel in Charlottenburg an einen kriminellen Abnehmer verkaufen wollten. Bei der Übergabe schlugen die Fahnder zu. Ermittlungen führten auf die Spur von sechs Komplizen im Alter von 28 bis 59 Jahren, die ebenfalls festgenommen wurden. Fünf Verdächtige, darunter der 54-Jährige Kopf der Bande, stammen aus Italien, die drei anderen aus Kroatien und Serbien.

90 Prozent des von der Polizei beschlagnahmten Falschgeldes sind mittlerweile professionell hergestellte Blüten. Im Jahr 2004 wurde Falschgeld im Wert von 520 000 Euro in Berlin sichergestellt. Die am häufigsten gefälschte Note ist weiterhin der 50er – denn dieser Wert wird von den meisten Menschen noch bedenkenlos ohne Prüfung angenommen. 500er werden so gut wie nicht nachgemacht. In Deutschland kommen derzeit auf eine Million Banknoten zwanzig Fälschungen. Das klingt wenig, ist aber doppelt so viel wie zu D-Mark-Zeiten. Der Euro sei wegen des großen Absatzgebiets für Fälscher sehr attraktiv, heißt es bei der Bundesbank. Der letzte große Fang gelang der Berliner Kripo im Dezember 2004, dabei waren 50er aus Bulgarien im Wert von 100 000 Euro sichergestellt worden. Ha

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