Berlin : Gropius-Bau: Staunen in den Wunderkammern des Wissens

Die Humboldt-Universität öffnet die "Wunderkammern ihres Wissens". Seit gestern läuft die Ausstellung "Theater der Natur und Kunst" im Martin-Gropius-Bau. 1100 Exponate versetzten die ersten Besucher in Staunen. Besonders viel Andrang: bei den verschiedenen Präparaten von Meeresborstenwürmern über Sonnentierchen bis hin zu exotischen Früchten. Auch Conde, das Pferd, auf dem Friedrich der Große seinen letzten Ausritt hatte, ist zu bestaunen oder vielmehr das Skelett, das von ihm übriggeblieben ist.

Es gibt auch Absonderliches zu sehen wie den Fußkünstler Uthan. Dieser zog am Ende des 19. Jahrhunderts das Interesse der anatomischen Welt auf sich. Ohne Arme geboren, entwickelte er sich mit Hilfe seiner Füße zu einem wahren Kunstschützen und Geigenvirtuosen. Aber es gibt nicht nur Kuriositäten, die Ausstellung bietet einen Querschnitt durch die historischen Perioden und zeigt das sich wandelnde Selbstverständnis von Wissenschaft und Forschung. Den Besuchern werden die Berliner Gelehrten näher gebracht, und aus der Schädelsammlung Rudolf Virchows sind einige besondere Exemplare zu bestaunen. Die Ausstellung läuft bis zum 4. März und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr und sonnabends von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10, ermäßigt sieben DM. son

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