GROSSBAUSTELLEN DER BAHN : Verspätungen und Verschiebungen

DRESDNER BAHN

Elf Jahre und einen Monat dauerte das Genehmigungsverfahren für einen Abschnitt am Ostkreuz. Rekordhalter ist jedoch die Dresdner Bahn vom Bahnhof Priesterweg nach Blankenfelde. Im Dezember 1997 waren die Pläne für den Bau von zwei zusätzlichen Gleisen für die Fernbahn neben den bestehenden Anlagen der S-Bahn bekannt geworden. Im Oktober 2000 wurden zum ersten Mal Pläne öffentlich ausgelegt. Nach zahlreichen Änderungen ist das Verfahren bis heute nicht abgeschlossen. Hauptstreitpunkt ist die Durchquerung von Lichtenrade. Die Bahn will die Gleise ebenerdig anlegen, Anwohner fordern einen Tunnel, was vom Senat unterstützt wird. Streit gibt es aber auch am Bahnhof Marienfelde sowie beim Bahnhof Blankenfelde. Wann hier Züge fahren werden, ist völlig offen – die Bauzeit ist mit etwa fünf Jahren veranschlagt. Die Fernbahngleise sollen auch vom Airport-Express zum BER-Flughafen genutzt werden, die Züge müssen jetzt einen Umweg über die Anhalter Bahn oder den östlichen Außenring machen. Der Ausbau soll preisbereinigt nun 560 Millionen Euro kosten. Geplant waren 420 Millionen Euro.

GESUNDBRUNNEN

Ende Mai 2006 war der Bahnhof in Betrieb gegangen – ohne Empfangsgebäude. Der große Bahnhof mit vielen Geschäften ließ sich nicht verwirklichen, weil das benachbarte Gesundbrunnen-Center schneller war. Erst in diesem Jahr hat die Bahn mit dem Bau eines kleineren Gebäudes begonnen.

ZOOLOGISCHER GARTEN

Seit Jahren gibt es Überlegungen, den letztmals 1987 umfassend renovierten Bahnhof Zoo zu sanieren. Jetzt hat sich die Bahn grundsätzlich dazu entschlossen; Details stehen aber weiter nicht fest. kt

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