Großbrand in der Niederlausitz : Drei Müllberge auf Recyclinghof in Flammen

Großbrand auf einem Recyclinghof in der Niederlausitz. Riesige Rauchwolken trieben in der Nacht über Wohnviertel der Stadt Großräschen. Drei Müllberge hatten sich offenbar selbst entzündet. Die Feuerwehr war den ganzen Donnerstag über im Dauereinsatz.

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Heißer Einsatz (Symbolbild)
Heißer Einsatz (Symbolbild)Foto: Paul Zinken / dpa

Penetranter Gestank, gelbe Rauchwolken, züngelnde Flammen in großen Müllbergen: Die Anwohner der Stadt Großräschen in der Niederlausitz im Süden Brandenburgs erlebten in der Nacht zum Donnerstag apokalyptische Szenen. Drei jeweils zehn Meter hohe und bis zu 30 Meter lange Abfalllager eines Recyclinghofes im Ortsteil Freinhufen brannten seit Mitternacht lichterloh.

Laut Polizei hatte sich der Müll vermutlich selbst entzündet. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, zeitweise waren mehr als hundert Mann im Einsatz. Mitten in der Nacht gegen vier Uhr früh wurden die Bewohner der umliegenden Viertel mit Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, vorsichtshalber ihre Fenster zu schließen.

Messfahrzeuge der Feuerwehr und des Landesumweltamtes analysierten zugleich die Atemluft. Es seien aber trotz der heftig qualmenden, undefinierbaren Müllmenge keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden, teilte ein Polizeisprecher mit.

Die Flammen fraßen sich tief in die Müllberge hinein. Die Haufen mussten deshalb erst mit schwerem Gerät teils auseinandergerissen werden, bevor man effektiv löschen konnte. Donnerstagabend schwelten noch immer einzelne Brandnester. In der betroffenen Recyclinganlage hat es dem Vernehmen nach in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gebrannt. Nach ersten Erkenntnissen schließen Feuerwehr und Polizei dennoch Brandstiftung aus.

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