Berlin : Große Demo, Mitte dicht

20 000 Menschen werden am Sonnabend zu Protesten gegen Sozialabbau erwartet

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Bis zu 20 000 Menschen werden am Sonnabend ab 13 Uhr zu einer Demonstration gegen Sozialabbau erwartet. Die Polizei bittet alle Autofahrer, am Nachmittag den Bezirk Mitte möglichst zu meiden. Die Demonstration steht unter dem Motto „Es reicht! Alle gemeinsam gegen Sozialkahlschlag“, aufgerufen wird unter anderem von Gewerkschaften, der PDS und vielen linken Gruppen. Im Internet mobilisieren auch linksradikale Gruppen zu einem „sozialrevolutionären Block“ innerhalb dieser Demo. Die Polizei hält Störungen für möglich, geht jedoch bislang von einem ruhigen Verlauf aus. In einer Mitteilung des VeranstalterBündnisses wird kritisiert, dass die „Schröder/Fischer-Regierung die größten Angriffe auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse und -rechte seit dem 2. Weltkrieg“ betreibe.

Nach einer ersten Kundgebung am Startplatz der Demonstration (Alexanderplatz/ Otto-Braun-Straße) ziehen die Teilnehmer über mehrere Kilometer durch Mitte. Die Strecke geht über die Karl-Liebknecht-, Tor-, Friedrich-, Französische und Markgrafenstraße in einer Art großem Bogen zum Gendarmenmarkt. Dort ist für 16.30 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant. Die Polizei bittet, Mitte zu umfahren, da es auch innerhalb dieses Bogens problematisch werden dürfte. Denn wenn die 20 000 Teilnehmer über die Friedrichstraße ziehen, ist auch der Boulevard Unter den Linden blockiert.

Teilnehmer werden aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet, 80 Reisebusse sind bislang vom Veranstalter bei der Polizei angekündigt worden. Deshalb sei die Zahl 20 000 auch realistisch hieß es. Die bei Demos im Vorfeld angegebenen Teilnehmerzahlen sind niemals Schätzungen der Polizei, sondern mehr oder weniger nur die Hoffnung des Veranstalters. In der Vergangenheit kam häufig nur ein Hundertstel der angekündigten Menschen; die Polizei ist in der Regel skeptisch, ob die Menge auch erreicht wird. In seltenen Fällen – Beispiel Irakkrieg – sei die Teilnehmerzahl auch deutlich unterschätzt worden. Ha

Die Demo im Internet:

www.demo-gegen-sozialabbau.de

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