• Große Veranstaltung am Wochenende soll die Berliner auf die Ankunft der Regierung aufmerksam machen

Berlin : Große Veranstaltung am Wochenende soll die Berliner auf die Ankunft der Regierung aufmerksam machen

Mit einem "Kanzlerfest" sollen am Wochenende die Berliner und ihre Gäste auf die Ankunft von Parlament und Regierung aufmerksam gemacht werden, nachdem in dieser Woche Bundestag und Bundesregierung ihre Arbeit in der Hauptstadt endgültig aufgenommen hatten. Alle Interessierten sind von der Bundesregierung eingeladen, sich von den Dienstgebäuden der Ministerien ein Bild zu machen. Allerdings sind für die kostenlosen Führungen wegen des bereits im Vorfeld großen Andrangs nur noch Restkarten vorhanden. Diese sind am Wochenende im Info-Pavillon am Leipziger Platz in Mitte von 9 Uhr 30 bis 19 Uhr erhältlich. Höhepunkt ist am Sonntag ein Bürgerfest am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor und Unter den Linden.

Der provisorische Sitz des Bundeskanzlers im ehemaligen DDR-Staatsratsgebäude am Schloßplatz ist am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr ohne Eintrittskarten zugänglich. Neben dem Foyer, dem Kabinettssaal und dem Garten können die Besucher auch einen Blick in das Büro und das Speisezimmer von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) werfen. Schröder selbst soll zeitweise auch persönlich anwesend sein. Bereits am Sonnabendmorgen pflanzt Schröder gemeinsam mit der Rockgruppe Puhdys ("Alt wie ein Baum") eine Hainbuche. Der Baum war dem Kanzler von den Musikern anlässlich seiner Wahl geschenkt worden.

Am Sonntag beginnt das Bürgerfest mit einem Frühstück im Garten des Kanzleramtes, zu dem zahlreiche Umzugshelfer eingeladen wurden. Anschließend werden Schröder und Mitglieder des Bundeskabinetts das Bürgerfest um 11 Uhr am Brandenburger Tor offiziell eröffnen. Dort stellen sich die Bundesministerien mit Informationsständen vor. Außerdem sind Talkrunden sowie Konzerte geplant.

An den Festivitäten werden allerdings die Fraktionen von CDU und FDP nicht teilnehmen. Sie hatten die kurzfristige Organisation des Festes kritisiert und der Regierung unterstellt, mit dem Fest Einfluss auf die in Berlin anstehenden Wahlen nehmen zu wollen. Zudem beklagten beide Fraktionen, dass ihnen jegliche politische Werbung untersagt worden war. Die FDP leitete eine Untersuchung des Bundesrechnungshofes über die Kosten des Festes ein. Diese sollen statt der veranschlagten 500 000 Mark auf mehr als eine Million Mark gestiegen sein, weil erhoffte Sponsoren sich nicht beteiligten. Unmut gab es auch wegen des Engagements zweier Werbeagenturen, deren Aufträge nicht ausgeschrieben worden waren.

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