Berlin : Großeinsatz nach Schüssen im Tegeler Forst

Etliche Polizeiwagen, dutzende Polizisten und sogar ein Hubschrauber waren im Einsatz, nachdem Anwohner am Montagabend in Frohnau plötzlich Schüsse im nördlichen Tegeler Forst gehört hatten. Am Ende war es nur ein unbedachter Streich, der jetzt strafrechtliche Konsequenzen haben könnte. Doch der Hauptverdächtige streitet alles ab.

Bis in die Dunckerstraße in Frohnau hallten die Schüsse durch den Wald. Anwohner befürchteten ein Verbrechen und riefen die Polizei. Die rückte mit einem Großaufgebot an. Augenzeugen berichteten später, die Beamten hätten den Wald durchsucht und seien, mit Maschinenpistolen bewaffnet, ebenfalls vom schlimmsten Fall ausgegangen. Ein Hubschrauber kreiste über dem Waldstück. Doch die Polizisten konnten niemanden finden.

Der entscheidende Hinweis kam laut Polizei dann ebenfalls von Anwohnern. Die hatten beobachtet, dass ein weißer Pkw in der Nähe des Waldstücks geparkt hatte. Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung nach dem Wagen ein und konnte wenig später einen 20-Jährigen stellen. Der Mann trug eine Schreckschusspistole bei sich. Die Beamten gehen deshalb davon aus, dass er die Schüsse abfeuerte. Der Verdächtige bestreitet das. Die Polizisten erstatteten dennoch Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Zwar hatte der Mann einen Waffenschein, der ihn zum Tragen der Schreckschusspistole berechtigte. Dennoch ist deren Benutzung in der Öffentlichkeit verboten. Wie viel der Einsatz gekostet hat, ist unklar. sny

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben