Großer Feuerwehreinsatz in Kreuzberg : Verwirrter schüttet Säure auf 50-Jährigen

Unvermittelt wurde ein Mann von einem 50-Jährigen mit einer Flüssigkeit übergossen - es war offenbar eine Säure. Er flüchtete, der Täter kam in die Psychiatrie.

Hasselmann,Jörn

Ein psychisch Kranker hat am Freitagabend im Treppenhaus seines Wohnhauses einen 50-jährigen Mann mit Säure überschüttet. Der Mann, der gegen 18.30 Uhr eine Bekannte in dem Haus besuchen wollte, flüchtete in Panik auf die Körtestraße und rief die Feuerwehr. Die noch unbekannte Flüssigkeit hatte seine Kleidung und sein Gesicht getroffen, er wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. Die Polizei hatte den Täter durch Angaben von Hausbewohnern schnell ermittelt, in seiner Wohnung wurden diverse chemische Substanzen, darunter eine Flasche Salzsäure, sichergestellt. Die Feuerwehr und das Landeskriminalamt waren mit zahlreichen Spezialisten am Tatort. Sie entsorgten die gefundenen Chemikalien und reinigten das Treppenhaus. Auf der Straße wurden die mit Vollschutzanzügen gekleideten Einsatzkräfte in einer mobilen Dekontaminationsanlage abgespült. Die Körtestraße war deshalb bis Mitternacht gesperrt.

Ein Polizist, der das Treppenhaus mit als Erster ungeschützt betreten und die als „stechend riechend“ beschriebene Flüssigkeit eingeatmet hatte, wurde ebenfalls in einer Klinik versorgt. Was verschüttet wurde, ist noch unklar. Da der Tatverdächtige einen stark verwirrten Eindruck machte, brachte ihn die Polizei in eine Klinik. Ein Psychiater wies ihn in eine geschlossene Anstalt ein. Nach dem „Gesetz für psychisch Kranke“ ist dies vorübergehend auch ohne richterlichen Beschluss möglich, wenn Kranke sich selbst oder andere gefährden können. Der 45-Jährige war der Polizei bislang nicht aufgefallen. Ha

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