Großflughafen schon zu klein : Zu wenige Gepäckbänder am BER

Noch nicht in Betrieb und schon zu klein: Der BER-Terminal erhält ein weiteres Gepäckband, damit es nicht zu Engpässen bei der Abfertigung kommt. Flughafenchef Mehdorn hätte aber gern noch mehr.

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Echt schick, aber zu klein. Die BER-Abfertigung muss erweitert werden.
Echt schick, aber zu klein. Die BER-Abfertigung muss erweitert werden.Foto: Björn Seeling

Am BER-Flughafen, dessen Inbetriebnahme weiter nicht feststeht, wird ein zusätzliches Gepäckband im Ankunftsbereich installiert. Damit gibt es dann insgesamt neun. Das Geld für die Planung habe der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung im April genehmigt, teilte Flughafenchef Hartmut Mehdorn jetzt in einem Brief an die Mitarbeiter der Flughafengesellschaft mit. Weil sich bereits zur Eröffnung Kapazitätsengpässe abzeichneten, hält Mehdorn noch ein weiteres Gepäckband für erforderlich, für das es aber bisher keine Zustimmung gebe. Der von Mehdorn abgesetzte Technikchef Horst Amann hatte sogar vier weitere Bänder für sinnvoll gehalten. Auch für seinen Plan, den alten Abfertigungsbereich in Schönefeld weiter zu nutzen, ist das Planungsgeld, wie berichtet, nicht bewilligt worden. Mehdorn warnt deshalb im jüngsten Sachstandsbericht eindringlich vor Engpässen in kritischen Bereichen des Terminals. „Nach derzeitiger Kalkulation wird der Flughafen Berlin Brandenburg mit über 30 Millionen Passagieren eröffnen und wäre damit bereits zur Eröffnung zu klein“, heißt es in dem Bericht.

Konzipiert ist der Bau für 27 Millionen Fluggäste im Jahr. Prognosen gingen von 35 Millionen Passagieren 2020 aus, betont Mehdorn. „Es ist deshalb davon
auszugehen, dass es bereits bei der Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg vor allem bei Check-in, Sicherheitskontrollen sowie Gepäckausgabe zu Engpässen kommen wird.“ Der frühere Bahnchef will Ende dieses Jahres sagen, wann der Flughafen in Betrieb gehen kann. Kaum jemand rechnet noch mit einem Start vor 2016. Dafür sei beim Umbau der Entrauchungsanlage der Weg inzwischen „klar“, schrieb Mehdorn in dem Brief an die Mitarbeiter weiter. Auf 12 von 29 Baufeldern im Terminal gebe es aktuell „Aktivitäten.“ Derzeit seien bis zu 400 Bauarbeiter beschäftigt. (mit dpa)

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