Großwerbung : Plakat-Streit: Zustimmung für Senatsidee

Die geplante Regelung zur Beschränkung von Großplakaten im Stadtgebiet trifft überwiegend auf Zustimmung. Selbst die Opposition im Abgeordnetenhaus – mit Ausnahme der FDP – kann sich mit dem „Stadtverunstaltungsverbot“ anfreunden.

Die geplante Regelung zur Beschränkung von Großplakaten trifft überwiegend auf Zustimmung. Selbst die Opposition im Abgeordnetenhaus – mit Ausnahme der FDP – kann sich mit dem „Stadtverunstaltungsverbot“ anfreunden. Die CDU-Abgeordnete Stefanie Bung spricht von einer notwendigen „Korrektur“ der bisherigen liberalen Regelung. Allerdings sollte es keine starre Frist von sechs Monaten geben, nach der die Plakate wieder abgehängt werden müssten. „Der Bauherr könnte einen Bauzeitablaufplan vorlegen, an den die Plakatierung gekoppelt wird.“

Claudia Hämmerling von den Grünen sagt: „Die Neuregelung ist überfällig.“ Eine Verunstaltungsprüfung sollte über Großplakate hinaus auch bei Events wie der Rodelbahn am Potsdamer Platz eingeführt werden. Das Argument, dem Senat würden – wie jetzt im Fall der Siegessäule – viele Millionen Euro Einnahmen entgehen, lässt Hämmerling nicht gelten. „Wenn man weniger Werbung zulässt, kann an den verbliebenen Werbeorten mehr Geld eingenommen werden.“ In Hamburg sei dieser Effekt eingetreten.

Christian Tänzler von der Berlin-Tourismus-Marketing möchte Großplakate nicht verbannen, aber „stadtverträglicher“ könnten sie seiner Ansicht nach durchaus werden. Von den Touristen gebe es bislang keine Beschwerden über zu viel Außenwerbung in Berlin. Der Präsident der Berliner Architektenkammer, Klaus Meier-Hartmann, wünscht sich ein Expertengremium, das feststellt, ob ein Plakat in die Umgebung passt oder nicht. Vorgesehen ist bislang, dass die bezirklichen Bauämter darüber befinden. loy

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben