Berlin : Grün ist die Farbe der Kultur

Pläne zur Umgestaltung des Kulturforums stehen.

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Grün soll das Kulturforum werden, mit von Bäumen gesäumten Wegen zur Philharmonie und einem Pavillon, wo es Eintrittskarten gibt und auch einen Kaffee. Angekündigt hatte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher diese Pläne vor fast drei Jahren, eröffnen sollte das neue Kulturforum im vergangenen Jahr. Nun liegen nach Tagesspiegel-Informationen endlich überarbeitete Pläne vor – und der Antrag auf Fördermittel ist gestellt.

Demnach soll der staubige unwirtliche Ort durch neue Rasenflächen und gepflasterte Wege so umgestaltet werden, dass dort auch einmal eine Veranstaltung stattfinden kann. Der Parkplatz vor der Philharmonie soll verschwinden, Autos sollen künftig nicht mehr die Philharmonie umkurven, nur BVG-Busse dürfen es. Der wohl wichtigste Eingriff aber ist ein neues „Besucherzentrum“ an der Potsdamer Straße. Dort sollen Besucher Informationen über die Kultureinrichtungen im Forum sowie Eintrittskarten erhalten.

Vom Besucherzentrum führt ein Weg zum neuen Haupteingang der Philharmonie, der künftig dort ist, wo bisher Autos parken. Der zweite Eingang auf der Rückseite soll erhalten bleiben. Mehr Rasen wollen die Architekten Valentien+Valentien auch anlegen, das kleine Mäuerchen zur Abgrenzung von der Potsdamer Straße soll als „Lärmschutz“ bleiben.

Der Bezirk Mitte soll zusammen mit der landeseigenen Grün Berlin die Pläne umsetzen. „Aber solange kein Geld da ist, bleibt das reine Willensbekundung“, sagt Grün-Berlin-Chef Christoph Schmidt. Der Bund und die EU sollen zahlen, entsprechende „GRW-Mittel“ hatte der Bezirk bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft im Frühjahr beantragt. Damit diese bewilligt werden können, müsse noch die „Bauplanungsunterlage“ geprüft werden, bestätigte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Das soll im kommenden Jahr erfolgen. Unter Umständen könnte mit den Arbeiten „schon in der Sommerpause der Philharmoniker begonnen werden“.

Zahlreiche Gespräche und Workshops unter Federführung von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher soll es gegeben haben. Auch der Bezirk Mitte und die Kultureinrichtungen seien beteiligt gewesen, hieß es bei Grün Berlin. Auch die Stadtentwicklungsverwaltung teilte mit, nur noch Details des „im Grundsatz abgestimmten Plans“ seien zu klären.

Dem widerspricht der stellvertretende CDU-Fraktionssprecher Stefan Evers: „Die Diskussion über die Gestaltung eines so prominenten Ortes muss öffentlich geführt werden.“ Dies sei noch nachzuholen. Aus diesem Grund veranstalte seine Fraktion am 28. November im Abgeordnetenhaus eine Diskussionsveranstaltung zum Kulturforum . Ralf Schönball

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