Berlin : Grüne fordern von SPD Wende-Zeichen für Tramgleise

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Die neue Verkehrspolitik unter Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) muss sich nach Ansicht von Bündnis 90/Grüne daran messen lassen, ob bis zum 1. Juli ein Planfeststellungsverfahren für das Legen von Straßenbahngleisen auf der Leipziger Straße eingeleitet sein wird. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Michael Cramer, forderte gestern, die Gleise bereits jetzt zusammen mit dem Leitungsbau einzubauen. Dies sei ohne Genehmigungsverfahren möglich. Vor fünf Jahren habe der damalige neue Verkehrssenator Jürgen Klemann (CDU) dem Einbau von Gleisen für die Straßenbahn auf der Warschauer Brücke verhindert. Jetzt könne Strieder die Wende in der Verkehrspolitik mit einem Beispiel in die andere Richtung deutlich machen. Strieders Vorgänger wollte die Gleise einbauen lassen, wenn dafür die Französische Straße bis zur Ebertstraße verlängert wird.

Cramer bemängelte gestern ferner, dass die Koalition aus CDU und SPD es weiter ablehnt, die Straßenbahn vom Eckernförder Platz in Wedding wenigstens bis zum S-Bahnhof Beusselstraße zu verlängern, der am 19. Dezember wieder eröffnet wird. Dagegen solle das Straßennetz "ohne Rücksicht auf finanzielle Maßnahmen und verkehrspolitische Notwendigkeiten" ausgebaut werden.

Im Fernverkehr der Bahn forderte Cramer für die wiederaufgebaute "Amerika-Linie" zwischen Stendal und Uelzen Direktzüge von Berlin aus Richtung Bremen. Dies sieht die Bahn, wie berichtet, nicht vor. Die Strecke wird am 18. Dezember wiedereröffnet.

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