Berlin : Grüne Fraktionschefin Klotz soll Bezirks-Stadträtin werden

Sabine Beikler

Sie sitzt seit 16 Jahren im Landesparlament und ist seit dem Einzug von Wolfgang Wieland in den Bundestag die „dienstälteste Grüne im Abgeordnetenhaus“, wie die Fraktionschefin Sibyll Klotz selbst von sich sagt. Sie kennt jeden Winkelzug in der Oppositionspolitik und muss als Fraktionschefin mit den Befindlichkeiten ihrer Fraktion umgehen. Mehrfach hatte Sibyll Klotz schon einen Wechsel angekündigt, den sie jetzt wohl auch vollziehen wird: Sie ist als Stadträtin für Gesundheit und Stadtentwicklung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg im Gespräch. Klotz will das weder dementieren, noch bestätigen, sondern vor einer offiziellen Äußerung den parteiinternen Weg einhalten: Nächste Woche will sie ihre Parteifreunde im Kreisverband informieren. Intern heißt es aber, dass die Entscheidung längst für sie gefallen ist.

Das würde auch mit dem Rückzug der grünen Stadträtin Elisabeth Ziemer gut zusammenpassen. „Ich habe gesagt, dass ich nicht mehr kandidieren will und mich nach einer Nachfolgerin umgesehen. Es ist richtig, dass Frau Klotz im Gespräch ist“, sagte Ziemer, Stadträtin für Gesundheit, Stadtentwicklung und Quartiersmanagement in Tempelhof-Schöneberg.

Die Grünen haben Anspruch auf einen Stadtratsposten. Bisher gab es im Bezirk eine rot-grüne Zählgemeinschaft, die jedoch seit der Koalitionsabsage der SPD an die Grünen auf Landesebene sehr auf der Kippe steht. Erst in der nächsten Woche wird es Gespräche zwischen Grünen und der SPD geben, die drei Stadtratsposten erhalten wird. Auch mit der CDU werden die Grünen verhandeln. Die Union hat im Bezirk Anspruch auf drei Ressorts.

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