Berlin : Grüne wählen 40 Kandidaten für die Landesliste

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Auf grüne Parteimitglieder kommt ein Marathontag zu: Am Sonnabend nominieren sie 40 Kandidaten für die Landesliste zur Abgeordnetenhauswahl am 17. September. 63 Bewerbungen sind beim Landesvorstand eingegangen. Bei der Wahl müssen parteiinterne Quoten berücksichtigt werden: die Frauenquote und die so genannte Neuen-Quote. Die besagt, dass auf allen Plätzen der Landesliste, die durch drei teilbar sind, Kandidaten aufgestellt werden, die noch nie Mitglieder in Parlamenten oder Regierungen waren. Die ungeraden Plätze, also eins, drei, fünf und so weiter sind Frauen vorbehalten.

Auf Platz eins tritt die frühere Bundestagsabgeordnete Franziska Eichstädt-Bohlig an. Ihre Nominierung ist unstrittig. Eine Kampfkandidatur wird es um Platz zwei geben: Fraktionschef Volker Ratzmann und der Abgeordnete Oliver Schruoffeneger treten gegeneinander an. Dem Haushaltsexperten Schruoffeneger werden aber nur geringe Chancen eingeräumt, die Mehrheit der Grünen-Mitglieder zu erhalten. Die Journalistin Bilkay Öney tritt auf Platz drei an. Der Bildungspolitiker Özcan Mutlu und Grünen-Landeschef Till Heyer-Stuffer werden um Platz vier kämpfen. Fraktionschefin Sibyll Klotz tritt auf Platz fünf an.

Platz sechs ist einem Newcomer vorbehalten: Benedikt Lux von der Grünen Jugend wird kandidieren. Um weitere Plätze bewerben sich die Abgeordneten Alice Ströver, Ramona Pop, Jochen Esser, Thomas Birk, Elfi Jantzen, Claudia Hämmerling, Felicitas Kubala, Jasenka Villbrandt und Lisa Paus. Die Bauexpertin Barbara Oesterheld tritt nach elf Jahren Politik im Abgeordnetenhaus nicht mehr an.

Bei der Wahl 2001 erhielten die Grünen 9,1 Prozent und zogen mit 14 Abgeordneten ins Parlament ein. Im September dieses Jahres wollen sie drittstärkste Partei in Berlin werden und am liebsten unter Rot-Grün mitregieren. sib

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