Berlin : Grüne Woche: Landwirtschaftslexikon: Sozialbrache, die

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Sozialbrachen sind landwirtschaftliche Nutzflächen, deren Bewirtschaftung einst rentabel war, es gegenwärtig aber nicht mehr ist. Im engeren Sinne zählen all jene Flächen zu den Sozialbrachen, deren Brachliegen im sozialen Strukturwandel der ländlichen Bevölkerung begründet ist (zum Beispiel, wenn durch die Abwanderung einstiger Hofbetreiber ein Besitzerwechsel ansteht, der Nachfolgebetrieb die Arbeit auf der Ackerfläche aber noch nicht begonnen hat). Aber auch Felder, die wegen der schlechten Gesundheit des Betriebsinhabers länger als ein Jahr nicht mehr bestellt werden, sind Sozialbrachen. Die Anzahl und der Umfang der Sozialbrachen gehen in Deutschland zurück. Derzeit schwankt die sozial brachliegende Fläche um 200 000 Hektar. Vorübergehend nicht genutztes Weide- oder Ackerland aus dem europäischen Flächenstilllegungsprogramm zählt nicht zu den Sozialbrachen.

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