Berlin : Grüne wollen nur Leichtbier zur WM

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Die Grünen möchten den Fußballfans zur WM nur alkoholarmes Dünnbier gönnen. Im Olympiastadion und auch bei Übertragungen in der Öffentlichkeit sollte nur Leichtbier ausgeschenkt werden, sagte die Gesundheitsexpertin der Grünen, Felicitas Kubala, gestern. Dies sei das beste Mittel, um aggressive Fans zu bremsen. So habe es zuletzt beim Pokalspiel zwischen St. Pauli und Hertha BSC nur alkoholarmes Bier gegeben, sagte Kubala.

Bei den anderen Parteien wurde der grüne Vorstoß gestern einmütig als „lebensfremd“ und „Spaßbremse“ abgelehnt. „Wir können nicht 98 Prozent der Fans dafür bestrafen, dass sich wenige daneben benehmen“, sagte etwa Alexander Ritzmann von der FDP.

Unterstützung finden die Grünen dagegen bei der Polizei. „Wer zur Gewalt neigt, wird durch Alkohol enthemmt“, sagte Ingo Rogge, der Chef des WM-Vorbereitungsstabes der Polizei. Für die Übertragungen außerhalb des Stadions seien jedoch die Bezirksämter zuständig, sie könnten Auflagen erteilen. In den Stadien wird es Auflagen nur bei riskanten Spielen wie Holland gegen England geben. Fifa und Polizei haben vereinbart, dass bei gefährdeten Partien ausschließlich alkoholfreies Bier ausgeschenkt werde, hieß es beim Frankfurter Organisationskomitee. „Wir müssen nur die Fässer austauschen“, sagte Dietmar Henle von „Bitburger“, die für den offiziellen WM-Sponsor, den US-amerikanischen Brauerei-Konzern Anheuser-Busch, den Ausschank in den Stadien übernimmt. Anders als Anheuser-Busch habe Bitburger auch ein alkoholfreies Bier im Angebot.

Im Gegensatz zu den Grünen hält auch die Berliner Polizei ein totales Vollbierverbot zur WM für nicht durchsetzbar. Schließlich heißt der Sponsor Anheuser-Busch, die mit der Marke „Budweiser“ größte Brauerei der Welt. Die Amerikaner sollen sich den WM-Auftritt in Deutschland 40 Millionen Euro kosten lassen, sagen Branchenexperten. Ha

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