Berlin : Grüne wollen wieder friedlich sein

Nach den Streitereien der letzten Wochen zeigt die Grünen-Fraktion wieder vorsichtigen Optimismus. „Die Wogen sind geglättet. Die Gespräche haben einen Weg zur Zusammenarbeit gezeigt“, sagte Fraktionschefin Ramona Pop gestern vor einer Klausur der Abgeordneten. Am Mittwoch war es in die letzte Runde der Mediation gegangen, die seit Anfang November von der Ex-Bundestagsabgeordneten der Grünen, Michaele Hustedt, und dem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Wieland geleitet wurde.

Etliche der 29 Mitglieder der Fraktion sind „des Streitens müde“, wie eine Abgeordnete sagte. „Durchwachsen“ nannte ein anderer Grüner die Stimmung in der Fraktion. Der Tenor aber lautet: Man wolle sich „jetzt endlich“ der Arbeit zuwenden mit dem Anspruch, die führende Oppositionsfraktion zu werden. Immerhin schaffte es die Fraktion, ihre fachpolitischen Sprecher ohne große Streitereien festzulegen. Dass sich der Parteilinke und Rechtspolitiker Dirk Behrendt um einen von fünf Plätzen, die den Grünen im Hauptausschuss zustehen, beworben hatte, wurde als kleines Störmanöver ausgelegt. Die Mehrheit aber sprach sich deutlich für den Finanzpolitiker und Realpolitiker Jochen Esser aus.

Wie der Kurs aussehen soll, will die Fraktion im Januar auf einer weiteren Klausur klären. Zuvor soll auch ein Parteitag darüber debattieren. sib

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