Berlin : Grüne zeigen Webpelze am Tierschutztag

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Bären in viel zu kleinen Käfigen oder eine Elefantenkuh mit gebrochenem Bein, eingepfercht zwischen anderen Wildtieren: Bilder aus so manch einem Zirkus, der in Berlin gastiert hat. GrünenTierschützerin Claudia Hämmerling fordert eine Landesregelung, wonach in Berlin nur noch Zirkusse ihre Zelte aufbauen dürfen, die eine Genehmigung vorweisen können, dass sie alle arten- und tierschutzrechtlichen Bedingungen erfüllen. Wie solche Regelungen in anderen Bundesländern aussehen, darüber wollen die Grünen am Freitag auf dem „Ersten Berliner Tierschutztag“ diskutieren. Die öffentliche Veranstaltung findet von 10 bis 15 Uhr im Abgeordnetenhaus, Saal 113, statt.

Auf dem Programm wollen Tierschützer auch darüber diskutieren, ob Tierversuche durch eine rechtlich mögliche Verbandsklage verboten werden können. Laut Hämmerling kommen in Berlin jährlich 200 000 Tiere durch Laborversuche ums Leben. Außerdem will die Grünen-Fraktion über die geplante Novellierung des Jagdgesetzes sprechen: Vor eineinhalb Jahren wurde in Berlin das Aufstellen von Totschlagfallen verboten. Die Tierschützer wollen andere Bundesländer von der Berliner Regelung überzeugen. Zum Abschluss der Veranstaltung laden die Grünen um 21 Uhr zur Webpelz-Modenschau ins Abgeordnetenhaus ein. Auf der großen Treppe des Hauses werden professionelle Models und Prominente Webpelze vorführen, die von Design-Studenten des Lette-Vereins geschneidert wurden. Im Anschluss lädt der Sage Club zur „After Show Party“. sib

Mehr zum Thema im Internet:

www.berliner-tierschutztag.de

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