Berlin : Grundstein für Klinikneubau in Lichtenberg

Ingo Bach

Nach jahrelanger Verzögerung wurde gestern der Grundstein für einen Krankenhausneubau in Lichtenberg gelegt – wohl einer der letzten, der in Berlin mit öffentlicher Förderung errichtet werden kann. Für insgesamt 60 Millionen Euro baut der private Klinikkonzern Sana auf dem Gelände des Oskar-Ziethen-Krankenhauses ein sechsstöckiges Gebäude mit insgesamt 18 000 Quadratmetern Nutzfläche. Hier sollen ab 2008 unter anderem sechs Stationen mit 224 Betten, die Rettungsstelle, ein zentraler Operationstrakt und die Radiologie unterkommen. Von der Bausumme übernimmt das Land Berlin rund 43 Millionen Euro.

Bereits 1998 war der Bauantrag für das Projekt gestellt worden. Doch es musste mehrfach überarbeitet werden – das letzte Mal im Frühjahr, nachdem die Münchner Sana-Kliniken 75 Prozent der Anteile des Paritätischen Unternehmensverbunds gekauft hatten, zu dem auch das Lichtenberger Krankenhaus gehörte. Durch die Überarbeitung sei der Neubau wirtschaftlicher zu betreiben, sagte Reinhard Schwarz, Vorsitzender der Sana-Geschäftsführung. Und auch die Patienten profitierten davon. So werde ein Tunnelsystem die Häuser der Ziethen-Klinik untereinander verbinden, so dass kein Patient mehr über den Hof geschoben werden müsse. Außerdem sei der Bau von Tageslicht durchflutet und biete nach allen Seiten eine gute Aussicht. Im Krankenhaus Lichtenberg werden jährlich 20 000 Patienten behandelt.

Gestern eröffnete auch das Jüdische Krankenhaus in Wedding seine neue interdisziplinäre Intensivstation, die ebenfalls vom Land Berlin finanziell gefördert wurde. Der in zwölf Monaten Bauzeit hergerichtete Behandlungstrakt mit 16 Intensivbetten soll das Herz der Klinik bilden. Von den vier Millionen Euro Baukosten übernahm das Land 3,5 Millionen Euro im Rahmen der Krankenhausbauförderung.

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