Grunewaldturm : Beschränkte Aussichten auf die Havel

Die zuletzt für Ende Juli geplante Wiedereröffnung des Grunewaldturms an der Havelchaussee verzögert sich wegen neu entdeckter Bauschäden weiter.

Foto: Uwe Steinert

Erst „im Frühherbst, wahrscheinlich ab Ende September“ könnten Ausflügler die Aussichtsplattform des 110 Jahre alten Baudenkmals besuchen und über die Havel blicken. Das sagte der Sprecher der Berliner Forsten, Marc Franusch, auf Nachfrage. Im oberen Bereich seien die Baugerüste zwar schon entfernt, doch habe man weitere Schäden an Balkonen im unteren Teil des Bauwerks festgestellt.

Ursprünglich hatten die Stadtentwicklungsbehörde und die Forstverwaltung die Wiedereröffnung bereits für Mitte 2009 geplant. Der Turm ist seit Oktober 2007 nicht mehr zugänglich, nachdem ein denkmalpflegerisches Gutachten den gefährlichen Zustand der Treppen aufgezeigt hatte. Die Sperrung schadet nicht zuletzt dem Umsatz des Restaurants unter dem Turm, das Pächter Björn Hansow im Herbst 2008 neu eröffnet und um einen Biergarten ergänzt hatte. Seit Januar gibt es auch ein größeres Küchenhaus, das die Berliner Forsten als Vermieter für 400 000 Euro errichtet haben. „Wir wollen den Grunewaldturm aufwerten und zum hoch attraktiven Anlaufpunkt machen“, sagte Sprecher Franusch.

Der Grunewaldturm war einst von Franz Schwechten auf Veranlassung des Landkreises Teltow als „Kaiser-Wilhelm-Turm“ gebaut worden, um an den deutschen Kaiser und preußischen König Wilhelm I. zu erinnern. Die erste umfassende Sanierung gab es in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts.CD

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