Berlin : GSW-Wohnungen: Konsortium will sanieren Mieterhöhungen sollen Ausnahme bleiben

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Das Konsortium, das die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GSW übernommen hat, will bis Ende des Jahres entschieden haben, welche der 65000 Wohnungen instand gesetzt werden. Er hoffe auf zusätzliche Sanierungsmittel, sagte GSWGeschäftsführer Heinz Wirries am Montagabend auf einer Mieterversammlung in Spandau. Bisher investierte die GSW jährlich rund 80 Millionen Euro in die zum Teil überalterten Wohnungen.

„Die Mietverträge sind sicher“, sagte Wirries bei der Infoveranstaltung des Berliner Mietervereins im Spandauer Kant-Gymnasium, zu der 500 verunsicherte Bewohner gekommen waren. Wo die Sozialbindung auslaufe, orientiere man sich am Berliner Mietspiegel. Tatsächlich wolle die GSW die Mieten nur „dort, wo es geht“ erhöhen, sagte der GSW-Chef. Wo Kündigungen und Mieterwechsel oder Leerstand drohten, verzichte man darauf lieber. Mietsteigerungen im sozialen Wohnungsbau seien „eine rein politische Entscheidung“. Der Senat nehme mit dem Abbau von Fördermitteln offensichtlich in Kauf, dass die Bewohner höhere Kosten hätten. Nach Angaben des Bezirksamtes haben die GSW ebenso wie die Gewobag/WIR aber in weiten Bereichen die Mieterhöhungen nach Ablösung der Annuitätsdarlehen befristet zurückgenommen oder ausgesetzt. Prüfen wolle man die von der Politik gewünschte Umwandlung einzelner Siedlungen in Genossenschaften, sagte Wirries. Verkäufe weiterer Wohnungen würden erst akut, wenn es dafür wieder einen Markt gebe.

Vertreter des Hauptinvestors Cerberus waren nicht erschienen. In einem offenen Brief hat der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD) die neuen Eigentümer aufgefordert, sich den Fragen der Mieter zu stellen. Ansprechpartner bleibe die GSW-Geschäftsleitung, so Cerberus-Sprecher Hartmut Schultz. Für die Amerikaner sei der Kauf die Grundlage für den Erwerb weiterer Immobilien. Man gehe davon aus, dass sich Berlin in den nächsten zehn Jahren „stark entwickle“. du-

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