Berlin : Günstigere Autoversicherungen sollen Autofahrer in Busse und Bahnen locken

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Die BVG wird für ihr neues Lockangebot für Autofahrer nicht weiter werben, weil es bei der S-Bahn GmbH Irritationen darüber gegeben hatte. Die BVG will verstärkt Autofahrer zum Umsteigen in Bahnen und Buss bewegen, indem es mit günstigeren Prämien bei der Autohaftpflichtversicherung lockt. Dabei kooperiert die BVG mit der DEVK-Versicherung, die den Käufern einer Jahreskarte einen Rabatt bei den Autoversicherungsprämien zwischen drei und fünf Prozent einräumt. Dieses Angebot gilt jedoch auch für Kunden, die bei der S-Bahn eine Jahreskarte für den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) kaufen. Deshalb sei es "unfair" von der BVG gewesen, in der Werbung ein "Exklusivangebot vorzutäuschen", sagte S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz.

Nach Angaben von Marketing-Direktor Wolfgang Schwenk will die BVG mit diesem Angebot den Stammkunden einen Zusatznutzen spendieren. Ein Drittel der BVG-Kunden besitze immerhin ein Auto. Für die Versicherung rechnet sich der Preisnachlass ebenfalls. Sie kalkuliert, dass der Käufer einer Jahreskarte für den Nahverkehr häufiger sein Auto stehen lässt als vorher. Damit sinkt aber auch die Wahrscheinlichkeit, in einen Unfall verwickelt zu werden, der bei der Versicherung wiederum zu Kosten führt. Für das Angebot wirbt die BVG seit dem Sommer. Die Werbeaktion solle aber nicht fortgesetzt werden, sagte Schwenk. Gemeldet hätten sich inzwischen ein paar Hundert Kunden.

Die S-Bahn bietet kein vergleichbares Angebot an. "Wir werben mit unserer Leistung", sagte Sprecher Ingo Priegnitz.

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