Berlin : "Gut, dass die CDU eins drüber kriegt"

Ingo Bach

Zum Thema Ergebnisse I: Stimmenanteile und Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus
Ergebnisse II: Direktmandate im Abgeordnetenhaus
Ergebnisse III: Ergebnisse nach Regionen (Abgeordnetenhaus und BVV)
WahlStreet.de: Die Bilanz Es füllt sich nur langsam, das BKA-Luftschloss auf dem Schloßplatz in Mitte, in das die Grünen zur Party geladen hatten. Auf der großen Videoleinwand läuft die Sience-Fiction-Serie Raumschiff Voyager, ehe dann auf die Wahlberichterstattung der Fernsehsender umgeschaltet wird. Luftschloss und Sience-Fiction - es scheint, als suchen die Grünen Zuflucht zur Utopie, um Mut zu schöpfen. Der Lieblingssender der Grünen ist das ZDF. Die Prognosen versprechen mehr als 10 Prozent, in der ARD sind es nur 9,5 Prozent. Ein halbes Prozent Unterschied entscheidet über Jubel oder Resignation an der Basis.

Dabei haben die Partystrategen der Partei alle Voraussetzungen für eine gelungene Feier geschaffen: Die Bierregale sind gut gefüllt, nur Rotwein wird knapp und muss nachgeordert werden. Ein Zufall der prophetisch wirkt. Schließlich wollen die Grünen mit einem kräftigen Schluck aus der roten Pulle weiter regieren. Besonders bejubelt wurden nicht die Zahlen der eigenen Partei, sondern vor allem die der CDU. Immer wieder brandet Begeisterung auf, wenn neue Negativ-Rekorde gemeldet werden. Das Feindbild der Berliner Grünen ist nach wie vor klar: Es ist die CDU und mit ihr Frank Steffel.

Parteichefin Claudia Roth schlägt sich und ihren Parteifreunden verbal auf die Schulter: Es seien schließlich die Grünen gewesen, die aufgedeckt hätten, was Korruption für die Stadt bedeutet: "Es ist ein gutes Gefühl zu spüren, dass Demokratie funktioniert und das die CDU richtig eins drüber gekriegt hat."

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