Berlin : Gut recherchiert

Tagesspiegel erhielt Adenauer- und USable-Preise

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Mit gleich drei Ehrungen wurde der Tagesspiegel am Montag ausgezeichnet. Für die Serie „Wie retten wir Berlin?“ erhielt die Zeitung in Trier den zweiten Preis für Lokaljournalismus 2003 der KonradAdenauer-Stiftung. Und beim transatlantischen Wettbewerb „USable“ der Hamburger Körber-Stiftung bekamen zwei Tagesspiegel-Reportagen aus den USA je einen Textpreis verliehen.

Für beide Ehrungen dürfte gelten, was Gerhard Schröders Amerika-Berater Karsten D. Voigt bei der Verleihung der USable-Preise im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt sagte: Gerade in schwierigen Zeiten wünsche er sich für Deutschland eine Prise mehr amerikanischen Aufbruchsgeist, frei nach Martin Luther Kings Ausruf: „I Have a Dream“.

Die Serie „Wie retten wir Berlin?“ suchte im vergangenen Jahr nach Wegen, die aktuellen Sparzwänge konstruktiv umzusetzen. Die Auszeichnung nahmen Gerd Nowakowski, Leiter der Berlin-Redaktion des Tagesspiegel, und Susanne Leimstoll, betreuende Redakteurin der Serie, entgegen. Der erste Preis der Adenauer-Stiftung ging an den „Trierischen Volksfreund“ für eine Serie über Sterbebegleitung. Die CDU-nahe Stiftung würdigte die Arbeiten als Beispiele für verantwortungsbewussten, gut recherchierten Journalismus. CDU/CSU- Fraktionsvizechef Wolfgang Schäuble kritisierte in seiner Festrede die Monotonie in den Medien. „Das zwingt zu Überdruss an einem Thema und führt schnell zur Suche nach einem neuem Aufreger.“ Er lobte an der Tagesspiegel-Serie, dass es darin gelungen sei, ein schwieriges Thema anschaulich zu präsentieren.

Der USable-Preis der Körber-Stiftung ging an Markus Feldenkirchen, Ex-Parlamentsredakteur des Tagesspiegel und jetzt beim „Spiegel“, sowie Lars von Törne, Berlin-Redakteur des Tagesspiegel. Feldenkirchen wurde für seine Reportage über eine Chicagoer Straße ausgezeichnet, in der Menschen aus mehr als hundert Ländern zusammenleben, von Törne für eine Reportage über ein Ausbildungsprogramm für Jugendliche in Detroit. Bei der Feier in Berlin wurden 60 Projekte und Texte prämiert, die auf Ideen aus den USA basieren. Begleitet wurde die Feier von Sängerin Gayle Tufts. Tsp

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