Berlin : Gutachten zu Ken M. verschoben

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Das vorläufige psychiatrische Gutachten zu Ken M. (Name geändert), der sich wegen Mordes an dem siebenjährigen Christian aus Zehlendorf verantworten muss, ist über 100 Seiten stark. Es sollte eigentlich am gestrigen vierten Verhandlungstag erörtert werden. Doch das Gericht entschied, dass zuvor noch eine weitere Zeugin aus dem Umfeld des Angeklagten befragt werden soll. Ihre Vernehmung ist für den 2. Mai geplant.

Der 16-jährige M. soll Christian am 27. August 2005 in ein Versteck gelockt und durch Schläge sowie massive Tritten gegen Kopf und Hals getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von zwei Motiven aus: „angestauter Frust“ und „sexuelle Befriedigung“. Die Frage der Schuldfähigkeit sei nach wie vor offen, sagte sein Verteidiger am Rande des nicht öffentlichen Prozesses. Ist M. schuldfähig, droht ihm eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren. Sollte er aus Sicht der Richter in krankhaftem Zustand gehandelt haben, käme eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht. K. G.

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