Berlin : Gute Nacht

Klaus kurpjuweit

wacht über einen Hubschraubereinsatz Klar, beschmierte Hauswände oder Züge ärgern einen. Und das Entfernen der Krakeleien ist teuer. Deshalb versucht man jetzt, den Sprühern mit modernster Technik auf die Spur zu kommen. Zäune haben nicht viel gebracht, auch Infrarotanlagen in der U-Bahn konnten die Schmierer nicht aufhalten. Also müssen neue Methoden her. Der Bundesgrenzschutz hat es jetzt aus der Luft versucht. Aus dem Hubschrauber sollten Wärmekameras Sprayer auf Bahnanlagen ausmachen. Ein großer Ermittlungserfolg im Vorfeld des Anti-Graffiti-Kongresses wäre ja auch nicht schlecht gewesen. Was spielt es da schon für eine Rolle, dass Tausende von Berlinern um die Nachtruhe gebracht wurden, weil der Hubschrauber stundenlang über ihren Dächern kreiste. Weil doch nicht so viel herauskam wie erhofft, dürfen wir jetzt wohl noch bessere Methoden erwarten. Vielleicht könnte der Flug mit martialischer Musik à la „Apocalypse Now“ unterlegt werden. Oder der Hubschrauber besprüht die Sprüher von oben mit Leuchtfarbe. Vielleicht reicht es aber auch, einfach die Gesetze zu verschärfen. Das hätte einen klaren Vorteil: Berlin könnte wieder ruhig schlafen.

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