Berlin : Gute Versorgung

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Die 35 Berliner Kliniken versorgen Patienten mit einem Oberschenkelbruch und unterliegen der externen Qualitätssicherung durch die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS). Der Oberschenkelbruch ist kein planbarer Eingriff wie die Krankheitsbilder der bisherigen Folgen des Klinikvergleichs, sondern ein Notfall. Die Patienten kommen meist mit einem Rettungswagen in die nächstgelegene Klinik, die Behandlungskapazitäten frei hat. Insofern können die Qualitätsangaben nur der anschließenden Bewertung der Versorgungsgüte in der Abteilung (meist Orthopädie oder Unfallchirurgie) dienen, weniger der vorherigen Wahl der geeignetsten Klinik. 23 Krankenhäuser liegen in allen drei Indikatoren, für die ein Referenzbereich definiert ist, über der Schwelle für gute Qualität. Bei der Krankenhaussterblichkeit von Gering-Risikopatienten liegen nahezu alle bei 0 Prozent. Erstaunlich angesichts des hohen Alters der Patienten von meist über 80 Jahren. Eine hohe Quote bei Reparatureingriffen kann auch ein Hinweis darauf sein, dass die Ärzte häufig Blutergüsse entfernen, um so die Quote der Wundinfektionen zu minimieren. Die Charité stellte für keine der Indikationen im Rahmen des Klinikvergleichs ihre Qualitätsdaten zur Verfügung, so dass wir zu der Universitätsklinik keine Qualitätsaussagen treffen können.

Ärzteempfehlungen: Das evangelische Waldkrankenhaus Spandau, das Vivantes-Klinikum im Friedrichshain und das Unfallkrankenhaus Berlin werden von den niedergelassenen Medizinern am häufigsten als empfehlenswertes Haus genannt. Auch mit dem evangelischen Martin-Luther-Krankenhaus, dem Helios-Klinikum Emil von Behring und der Park-Klinik Weißensee haben die Ärzte offenbar gute Erfahrung bei der Behandlung von Oberschenkelbrüchen. I.B.

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