Berlin : Gutshaus Mahlsdorf: Frischer Putz fürs Gründerzeitmuseum

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Noch in diesem Jahr kann mit der Sanierung des denkmalgeschützten Gutshauses Mahlsdorf begonnen werden. Diesen Ausblick gab jetzt der Vorsitzende des gleichnamigen Fördervereins, Jürgen Herschel. "Wir bereiten gerade die Gründung einer Stiftung vor und wollen in spätestens zwei Monaten ein Konzept zum künftigen Aussehen des historischen Gebäudes vorlegen."

Im Auftrag des Landesdenkmalamtes wird jetzt ein Gutachten über den Zustand des 220 Jahre alten Gründerzeitmuseums am Hultschiner Damm erstellt. Außerdem betreiben die Mitglieder des Fördervereins "intensive Quellenforschung", wie es der Vorsitzende bezeichnet. Dokumente und Fotos über das Haus werden zusammengetragen, die beispielsweise bei der Farbwahl der Fassade helfen sollen.

Rund zwei Millionen Mark sind ingesamt für die aufwendigen Sanierungsarbeiten nötig. Mit Hilfe der Stiftung, in der unter anderem der Förderverein und das Land Berlin als Besitzer der Gründerzeitsammlung und des Gutsparks mitarbeiten könnten, sollen Sponsoren gewonnen werden. "Wir wollen in den nächsten Monaten Unternehmen aus der Region und auch prominente Persönlichkeiten ansprechen", sagt Herschel.

Fest steht, dass auch während der Bauarbeiten das vor 41 Jahren von Charlotte von Mahlsdorf gegründete Museum, geöffnet bleibt. So gibt es in dieser Zeit weiterhin Führungen durch die "Mulack-Ritze und das Herren- und Musikautomatenzimmer. Ein Teil der Veranstaltungen wird allerdings in den Gutspark verlegt.

Das kleine Museum am Stadtrand hat sich inzwischen im In- und Ausland einen Namen gemacht. Allein im vergangenen Jahr kamen mehr als 10 000 Besucher. Und immerhin 111 Paare ließen sich im historischen Ambiente trauen.

Noch immer gehört das Gebäude Charlotte von Mahlsdorf. Aber sie möchte es dem Förderverein verkaufen. "Die Verhandlungen laufen", sagt Herschel. Er geht davon aus, dass dieses Geschäft auch in diesem Jahr über die Bühne geht.

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