Berlin : Gysis Akten: Keine neuenErkenntnisse Wowereit prüfte Birthler-Dossier

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Der Regierende Bürgermeister hat gestern vor der Krisensitzung des Senats das Material zu Gregor Gysis Überprüfung durch die Birthler-Behörde gesichtet. Weder bei Gysi, bei dem es „eine intensive Recherche“ gegeben habe, noch bei anderen Senatoren seien neue Erkenntnisse bekannt geworden, sagte Wowereit. Damit wies er Spekulationen zurück, Gysis Rücktritt könne etwas mit Belegen für dessen angebliche Stasi-Vergangenheit zu tun haben. Anlass zu den Spekulationen hatte der Zeitablauf am Rücktrittstag gegeben: Am Mittwoch ging das Material in der Senatskanzlei ein und Gysi trat zurück. Zufall, sagt PDS-Sprecherin Kathi Seefeld. Es gebe „keinen Anlass, einen Zusammenhang herzustellen“. Minuten bevor Gysi seinen Rücktritt verkündete, hatte die PDS-Fraktion noch auf einen Tagesspiegel-Artikel vom selben Tag reagiert: Gysi sei bereit, die Ergebnisse der Überprüfung dem Ehrenrat des Abgeordnetenhauses zukommen zu lassen, der sie dann veröffentlichen könne – wie die Ergebnisse einfacher Abgeordneter. Nach dem Rücktritt ist diese Geste gegenstandslos: Gysis Birthler-Dossier muss an die Behörde zurückgeschickt werden, sobald er seine Entlassungsurkunde erhalten hat. -ry

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