Berlin : Haasenburg: Ministerin wird aktiv Es gelten Belegungsstopp und Beschäftigungsverbot

Potsdam - Brandenburgs Jugendministerin Martina Münch (SPD) hat nach neuen Misshandlungsvorwürfen einen vorläufigen Belegungsstopp für die drei Heime der Haasenburg Gmbh verfügt und Beschäftigungsverbote gegen drei Mitarbeiter erteilt. Sie stünden im Verdacht, zumindest zwei Jugendliche körperlich und seelisch misshandelt zu haben. Die Vorwürfe könnten zunächst nicht ausgeräumt werden, solange gelte das Beschäftigungsverbot.

Die Vorwürfe gegen zwei Mitarbeiter gehen zurück auf Aussagen eines 15-Jährigen, der mit zwei 16- Jährigen aus einem der Heime weggelaufen war. Sie hatten Mitarbeitern Gewalttaten und Demütigungen vorgeworfen. Das Beschäftigungsverbot für den dritten Mitarbeiter beruht auf einer Meldung des Heims. Den Belegungsstopp begründete Münch mit der Fülle und Schwere der Vorwürfe. „Daher kann ich es derzeit nicht verantworten, weitere Kinder und Jugendliche dort unterzubringen.“ Die schon untergebrachten Jugendlichen bleiben aber dort. Um deren Wohl zu sichern, stehe die Haasenburg unter verschärfter Beobachtung. Münch schloss weitere Konsequenzen nicht aus: „Notfalls müssen die Heime geschlossen werden.“ axf

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